Ingwerbier mit selbst angesetztem Ginger Bug: spritzig und aromatisch, nahe an einem Craft Ginger Beer.
Zutaten
Ginger Bug (Starter)
- frischer Bio-Ingwer, fein gehackt (mit Schale!)2–3 EL
- Zucker2 EL
- Wasser250 ml
- Zum Füttern täglich: je 1 EL Ingwer + 1 EL Zucker
Ingwerbier (ca. 1 Liter)
- Wasser1 L
- Ingwer (je nach Schärfewunsch)60–100 g
- Zucker60–120 g
- Saft von 1 Zitrone
- Ginger Bug (inkl. Stückchen)3–4 EL
Zubereitung
1. Ginger Bug ansetzen
- Ingwer, Zucker und Wasser in ein Glas geben.
- Locker abdecken (Tuch oder Deckel nur auflegen).
- Jeden Tag füttern: 1 EL Ingwer + 1 EL Zucker.
- Nach 3–5 Tagen ist er fertig, wenn sich Bläschen bilden und es fruchtig-hefig riecht.
Nicht kalt stellen, ideal sind 22–26 °C. Darunter wird er langsam oder schimmelt eher.
2. Ingwerbier herstellen
- Ingwer in Scheiben schneiden.
- Mit Wasser und Zucker ca. köcheln.
- Vollständig abkühlen lassen, sonst stirbt die Hefe.
- Zitronensaft und Ginger Bug zugeben.
- In eine Flasche füllen (nicht randvoll).
- 1–3 Tage bei Raumtemperatur fermentieren, dann kalt stellen.
Fertig ist es, wenn die Flasche hart ist, es beim Öffnen hörbar zischt und das Getränk feinperlig ist.
Zuckersorten
- Weißer Haushaltszucker (beste Wahl für Einsteiger): Hefen verwerten ihn am einfachsten, sauberer Geschmack, stärkste Kohlensäure.
- Rohrzucker / Rohrohrzucker / Muscovado: malziger, karamellig, leicht bierartig.
- Mischung aus 70 % weißem Zucker + 30 % Rohrzucker: gute Balance aus Sprudel und Geschmack.
- Weniger geeignet: Honig (sehr langsam), Kokosblütenzucker (erdig), Süßstoffe (funktioniert nicht).
Tipps
- Mehr Kohlensäure: Flasche dicht verschließen und warm stehen lassen. Täglich kurz Druck ablassen (Explosionsgefahr!).
- Mehr Schärfe: Ingwer reiben statt schneiden, oder mitkochen und zusätzlich frisch zugeben.
- Mehr Frische: Zitronenschale mitziehen lassen oder Limette verwenden.
- Komplexerer Geschmack: 100 ml Apfelsaft zugeben.
Variationen
Zweite Fermentation mit zusätzlichen Aromen:
- Beeren
- Minze
- Kurkuma
- Chili
- Ananas